brautkleider
 
 
Brautschuhe
Die Brautschuhe sollten farblich und stilistisch perfekt zu Ihrem Brautkleid passen. Im Idealfall finden Sie im Fachgeschäft, wo Sie Ihr Kleid kaufen gleich ein passendes Paar.

Denken Sie daran, dass Sie die Brautschuhe vor dem Hochzeitstag gut einlaufen sollten. So vermeiden Sie schmerzhafte Blasen und Schürfwunden. Bedenken Sie außerdem, dass vor allem neue Ledersohlen zu glatt für die gewienerten Böden in den Standesämtern und das Tanzparkett sind. – Am besten rauen Sie die Sohlen deshalb mit etwas Schmirgelpapier auf.

Wenn Sie sich für Brautschuhe mit Pfennigabsätzen entscheiden, sollten Sie von Vornherein ein Ersatzpaar mit zur Hochzeitsfeier nehmen. – Bei Pfennigabsätzen kann ein unglücklicher Tritt oder ein unbedachter Schritt beim Tanzen dazu führen, dass der Absatz abbricht.

Darüber hinaus ist es generell zu empfehlen ein zweites (bequemes, gut eingelaufenes) Paar Schuhe neben den eigentlichen Brautschuhen einzupacken, damit Sie bei schmerzenden Füßen wechseln können.

Noch ein Tipp: Denken Sie daran, bei den neu gekauften Brautschuhen und bei den neuen Schuhen des Bräutigams die Preisschilder unter den Sohlen zu entfernen.
Brauchtum rund um die Brautschuhe
Der Brauch vor der Hochzeit Pfennige zu sammeln, um damit die Brautschuhe zu bezahlen, war in ländlichen Gebieten noch bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts weit verbreitet. Auf diese Weise sollte die Braut den Beweis erbringen, dass sie fähig ist, sparsam zu haushalten. – Wenn Sie auch heute noch an diesem Brauch festhalten und Ihre Brautschuhe mit gesammelten Cent-Münzen bezahlen wollen, sollten Sie sich vorher im Geschäft erkundigen, ob Sie mit Kleingeld bezahlen können. Der Handel ist nämlich vom Gesetzgeber her nicht dazu verpflichtet, mehr als 50 Münzen auf einmal annehmen zu müssen.

Nachdem die Brautschuhe gekauft waren, wurde erneut gespart, denn am Tag der Hochzeit sollte jeweils ein Geldstück in jeden Brautschuh. Dieses sollte für eine gute Finanzlage des Brautpaares ohne Geldprobleme sorgen.

Daneben gibt es in manchen Regionen den Brauch, die Brautschuhe nach der Hochzeit symbolisch zu versteigern. Dazu wird ein Schuh bei den Gästen herumgereicht und jeder Gast legt den Betrag, den er bieten möchte in den Schuh hinein. Am Ende bekommt der Bräutigam den Brautschuh samt Inhalt. - Er nimmt das Geld hinaus und reicht den Schuh anschließend zurück an seine Braut.

Anderswo gibt es das Stehlen des Hochzeitsschuhs: Dazu krabbeln Kinder zum Ende der Hochzeitsfeier unter den Tisch und entwenden der Braut den linken Brautschuh. Damit laufen sie dann von Gast zu Gast und sammeln darin Geld für das Brautpaar ein.