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Hochzeitslader
Hochzeitslader waren früher bei einfachen Leuten üblich. So hatte der Hochzeitslader beispielsweise in Nürnberg um 1652 dafür Sorge zu tragen, dass die durch die Obrigkeit herausgegebene Hochzeitsordnung befolgt wurde. – Dabei ging es um die Gästeanzahl, Hochzeitszug, Platzreservierung für zu spät kommende (wichtige) Gäste, Mahlzeiten, Tischgebet, Tanz und ähnliches.
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts lud der Hochzeitslader in ländlichen Gebieten erst etwa zwei bis drei Tage vor der Hochzeit die Gäste ein. Dabei galt die Einladung des Hochzeitsladers nur für die nächsten Verwandten des Brautpaars als richtige Einladung. Alle anderen Gäste mussten ihre Rechnung selber zahlen oder durch entsprechende Geldgeschenke begleichen.
Große Bauernhochzeiten werden in Bayern noch heute von professionellen Hochzeitsladern organisiert. – Während der Hochzeitsfeier übernehmen sie dann die Funktion des Zeremonienmeisters.
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