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Kirchliche Trauung – Geschichte und Entwicklung
Lange Zeit wurde die Trauung im Haus der Familie der Braut durchgeführt. Durch die Einführung der kirchlichen Segnung, verlagerte sich die Trauung immer mehr hin zur Kirche. Dieses Brauchtum entstand im 11. Jahrhundert zuerst in der Normandie. – Bestandteil des Brauchs war eine Segnung oder Trauung vor der Kirche. In einigen Fällen wurde der Brauch auch an besonderen „Brautpforten“ begangen. Im 16. Jahrhundert fand die kirchliche Trauung schließlich ihren Platz im Kirchenraum vor dem Altar.
Bei der kirchlichen Trauung war es wichtig, dass sowohl Mann wie auch Frau den Willen zur Schließung der Ehe bekundeten.
Martin Luther gab im Jahr 1529 das „Traubüchlein“ heraus. In diesem teilte er den Traugottesdienst in zwei Abschnitte ein. Der erste Teil umfasste die Bekundung des Willens zur Ehe durch die Brautleute und die Zusammensprechung (copula) des Paares durch den Pfarrer. Diese beiden Handlungen sollten sich nach Luther vor der Kirche abspielen. Danach ging man in die Kirche, um dort den zweiten Teil der Trauung zu begehen. Im zweiten Teil wurden Bibelstellen verlesen, die auf die Ehe Bezug nehmen und für das Brautpaar gebetet.
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