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Ablauf der standesamtlichen Trauung
Zunächst werden die Personalien des Brautpaares überprüft. Dieses findet oft auch im Vorfeld der Trauung im Vorraum durch einen Mitarbeiter des Standesbeamten statt. Danach hält der Standesbeamte meist eine kleine Ansprache beziehungsweise einige einleitende Worte zur anstehenden Trauung. Dabei spielt der Charakter des Standesbeamten eine große Rolle. Er kann den formalen Vorgang der Trauung heiter auflockern oder aber auch sehr sachlich herüberbringen. Manches Brautpaar wunderte sich nach der standesamtlichen Trauung doch arg über den schnellen und recht emotionslosen Verlauf. Wenn Sie viel Wert auf eine stimmungsvolle Trauung legen, sollten Sie sich im Vorfeld mit dem Standesbeamten vertraut machen und feststellen, ob er Ihnen vom Typ her die Trauung bieten kann, die Sie sich vorstellen. Im Zweifelsfall und gerade, wenn Sie vielleicht nur standesamtlich heiraten, sollten Sie darüber nachdenken, sich in einem anderen Standesamt trauen zu lassen. Auf Brautkleider.org finden Sie in diesem Zusammenhang eine Auflistung von besonderen Standesämtern und Möglichkeiten zur Gestaltung einer außergewöhnlichen standesamtlichen Trauung.
Nach der Ansprache werden Braut und Bräutigam nacheinander vom Standesbeamten gefragt, ob sie gewillt sind, die Ehe miteinander einzugehen. Wenn beide dieses bejaht haben, unterschreibt das Brautpaar das Protokoll der Eheschließung mit dem ausgewählten Namen. Früher haben auch die Trauzeugen generell das Protokoll der Eheschließung mit unterzeichnet. Heutzutage, wo die Anwesenheit von Trauzeugen nicht mehr Bedingung für eine standesamtliche Trauung ist, wird es von den Standesämtern unterschiedlich gehandhabt, ob und wo die Trauzeugen unterschreiben müssen.
Die Eheschließung wird im Familienbuch des Standesamtes eingetragen. Das Familienbuch verbleibt im Amt. Der Standesbeamte unterschreibt Ihre Heiratsurkunde, die in dem von Ihnen ausgewählten Familienstammbuch abgeheftet ist.
Meist ist die standesamtliche Trauung nach 20 bis 45 Minuten vorbei und Sie verlassen als Mann und Frau das Heiratszimmer. Danach gibt es oft einen kleinen Sektempfang und weitere Verwandte, Freunde und Bekannte warten schon auf das frisch vermählte Paar, um zu gratulieren. Häufig finden sich vor dem Standesamt auch alte Bräuche wie das Reiswerfen oder Spalierstehen.
Im Anschluss an die standesamtliche Trauung geht das Brautpaar meist mit den engsten Verwandten und den Trauzeugen – je nach Tageszeit - zu einem gemeinsamen Essen oder zum Kaffeetrinken. In Abhängigkeit von den persönlichen Wünschen kann diese Feier in einer Gaststätte oder aber bei den Brauteltern / bei den Bräutigameltern zuhause stattfinden.
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