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Heiraten in Amerika - Hochzeitsbräuche
Etwa zwei Monate vor der Hochzeit findet in Amerika ein Treffen der Braut mit ihrer Mutter, Schwiegermutter, Schwestern und weiteren nahen weiblichen Verwandten statt. Diese Feier wird als „Wedding Shower“ bezeichnet. Nach einiger Zeit kommen der Bräutigam und die restliche männliche Verwandtschaft dazu und das Brautpaar wird ausgelassen mit Trinksprüchen (Toasts) gefeiert. Zu diesem Anlass bekommt das Brautpaar auch Geschenke, die unabhängig von den eigentlichen Hochzeitsgeschenken sind. – Die Gäste der Wedding Shower schenken also zweimal.
Am Tag vor der Hochzeit findet in Amerika eine Generalprobe für die gesamte Zeremonie der kirchlichen Trauung statt. Zu diesem Anlass finden sich Brautpaar zusammen mit Brautführern, Blumenkindern und allen anderen an der Hochzeitszeremonie beteiligten Personen in der Kirche ein. In Amerika wird beim Ja-Wort übrigens nicht einfach „Yes“ gesagt, sondern „I do“.
Eine Hochzeitsfeier fällt in Amerika meist sehr groß aus. – Die Regel sind etwa einhundert bis zweihundert geladene Gäste.
Auch heute noch ist es in Amerika Brauch, dass den Gästen ein Stück des Hochzeitskuchens mit nach Hause gegeben wird. Allen Verwandte und Freunde, die nicht mitfeiern können, wird ein Stück der Torte zugeschickt.
Seit einigen Jahren verbreitet sich in Amerika ein neuer Brauch. – Das Brautpaar gibt auf Wunsch an zur Hochzeit geladene Gäste eine Kontonummer heraus. Statt eines Hochzeitsgeschenkes überweisen die Gäste einen Betrag auf dieses Konto. In der Regel wird das auf diese Weise geschenkte Geld mit zur Finanzierung eines Hauses genutzt.
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