brautkleider
 
 
Kulinarische Bräuche
Kulinarische Bräuche haben sich aus der Tatsache heraus entwickelt, dass das Brautpaar künftig das Brot miteinander teilen werden, was auch im übertragenen Sinn gilt – die Brautleute werden in Zukunft füreinander sorgen und füreinander da sein.
Brautsuppe

Der Brauch der Brautsuppe war früher in Bayern weit verbreitet. – Die Brautleute, die Familie und die ganze Hochzeitsgesellschaft trafen sich zum Essen der Brautsuppe noch vor der kirchlichen Trauung in einer Gastwirtschaft. Merkmal dieser besonderen Mahlzeit war, dass Braut und Bräutigam aus einem gemeinsamen Glas tranken und aus einem Teller aßen.
Brotkerze

Die Brotkerze ist ein alter Brauch aus Westfalen, der teilweise noch heute praktiziert wird. Es handelt sich dabei um ein großes Brot mit einer Kerze darin, das mitten auf der Hochzeitstafel platziert wird. Früher wurde das Brot im Anschluss an die Hochzeitsfeier an die Armen verteilt und die Kerze kam in die Kirche.
Brotlaib

In Hessen und Schlesien war es damals Sitte, dass die Brautmutter dem Brautpaar oder der Bräutigam der Braut beim Einzug in das neue Zuhause ein Stück Brot von einem frischgebackenen Laib reichte. Die Braut hob ein Stück davon zeitlebens auf. Den restlichen Brotlaib bekamen die Armen.
Brot und Salz
Im Anschluss an die Trauung, beim Eintritt ins Lokal oder wenn das Brautpaar das gemeinsame Heim betritt, reichen der Gastwirt oder die Freunde dem Paar eine Scheibe trockenes Brot mit Salz und ein Glas Wasser. Nachdem sich Braut und Bräutigam dieses Mahl geteilt haben, wirft die Braut das leere Glas über ihren Kopf nach hinten, sodass es zerbricht.

Den Ursprung hat der Brauch von Brot und Salz in einem vorchristlichen Ritual: Die Familie des Bräutigams nahm die Braut erst dann in die Familie auf, wenn diese mit ihm Brot und Salz geteilt hatte. Darüber hinaus bringt dieser Hochzeitsbrauch symbolisch zum Ausdruck, dass das Paar von nun an bereit ist, alles im Leben miteinander zu teilen. Das Kaputtwerfen des Glases – bzw. die daraus resultierenden Scherben sollen einfach nur Glück bringen.