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Der Ursprung des Polterabends
Ein Polterabend? Klar, der gehört zur Hochzeit dazu wie die Braut und der Bräutigam selbst! Doch seit wann eigentlich? Und was bringt es denn genau genommen, wenn man wahllos irgendwelche alten Porzellangegenstände „zerdeppert“?

Tja, auch die Experten in Sachen Geschichte und Tradition sind sich in dieser Frage nicht ganz einig – in der Frage nach dem Ursprung des Polterabends. So gibt es Historiker, die den Brauch des lautstarken Zerschmetterns mit den alten Germanen in Verbindung bringen und das Gelärme als Mittel zum Zweck sehen, böse Geister das Fürchten zu lehren und vom frisch gebackenen Ehepaar zu vertreiben. Eine andere populäre Meinungsrichtung führt den Polterabend auf fast vergessene heidnische Brauchtümer zurück. Dort gibt es Überlieferungen, nach denen man heidnischen Gottheiten Opfergaben auf Tonscherben zu überbringen gedachte. Die Tonscherben selbst wurden nach dem Opferritual durch Zerbrechen zerstört.

Und auch die Gesellschaftspsychologen geben Ihre Lehrmeinung dazu. Ein ganz praktischer Zweck der aggressiven Handlung des Zerstörens könnte sein, dass sich die jungen Männer vor Beginn der Ehe noch mal so richtig austoben sollen. – Und anschließend als brave Ehemänner den Frieden besser wahren können.

Wo auch immer die Ursprünge liegen: In der Regel findet der Polterabend auch heute noch am Freitagabend oder Samstagabend vor der kirchlichen Hochzeit statt. Eines ist sicher: Das Brautpaar selbst sollte sich – vor allem in Sachen Alkoholgenuss – am Polterabend ein wenig zurückhalten. Denn wer möchte schon völlig übernächtigt zur eigenen Hochzeit erscheinen?!
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