brautkleider
 
 
Hochzeitstorte - Entwicklung, Geschichte und Symbolik
Die erste Hochzeitstorte mit mehreren Stockwerken soll der englische Konditor Rich entwickelt haben. Vorbild für diese Torte war die St. Brides Church in London.

Zudem war es in früheren Tagen üblich, dass die Gäste zur Hochzeitsfeier ihren Kuchen selber mit brachten. Die einzelnen Kuchen wurden dann zu einer Torte zusammengestapelt.

Im Laufe der Zeit ging man dazu über, die einzelnen Etagen der Hochzeitstorte als Symbole für die verschiedenen Stationen im Leben zu betrachten. – Bei einer fünfstöckigen Hochzeitstorte stehen die einzelnen Etagen so für Geburt, Kommunion/Konfirmation, Heirat, Kinder und Tod. Eine dreistöckige Hochzeitstorte kann für die Heilige Dreifaltigkeit stehen oder aber für Liebe, Heirat und Eheleben.

Die klassische Hochzeitstorte erhält einen Überzug aus rosa oder weißem Marzipan. - Im Marzipan sind neben Zucker auch Rosenwasser und Mandeln enthalten, welchen man nachsagt, dass sie Glück bringen.
Bräuche rund um die Hochzeitstorte
Es gibt den Brauch zwei Orakelbohnen mit in die Hochzeitstorte einzubacken. Dabei handelt es sich um eine gebrannte und eine ungebrannte Kaffeebohne. Es heißt, dass sich der Gast, der auf die gebrannte Kaffeebohne in seinem Kuchenstück stößt, sich als Nächster verlobt. Der Gast jedoch, der die ungebrannte Kaffeebohne in seinem Kuchen findet, soll für den Rest seines Lebens alleine bleiben.

Bekannter und verbreiteter als der Brauch mit den Orakelbohnen ist der gemeinsame Anschnitt der Hochzeitstorte durch das Brautpaar. Das gemeinsame Anschneiden der Hochzeitstorte steht symbolisch dafür, dass das Paar beabsichtigt in Zukunft gemeinsam zu handeln. Geübte Gäste beachten dabei die Hände der Brautleute: Traditionell ist es meistens so, dass der Bräutigam seine Hand beim Anschneiden der Torte über die Hand der Braut legt, wodurch er symbolisch klarstellt, dass er das Sagen hat und die künftige Richtung angibt. Die Braut jedoch führt das Messer und lenkt die Geschicke so quasi im Verborgenen.

Das erste Stück der Hochzeitstorte gebührt dem Brautpaar, das sich damit meist gegenseitig füttern. Auch diese Geste hat eine symbolische Bedeutung und bringt um Ausdruck, dass das Paar in Zukunft füreinander sorgen will.

Viele Paare schneiden die oberste Etage der Hochzeitstorte nicht an, sondern frieren dieses Stück ein. Manche heben sich diesen Kuchen für die Geburt/Taufe des ersten Kindes auf, andere genießen die süßen Erinnerungen am ersten Hochzeitstag. - Die oberste Etage gleich am Tage der Hochzeit zu verzehren, soll nämlich der Legende nach Unglück bringen.