brautkleider
 
Junggesellenabschied / Junggesellinnenabschied
Mit der Hochzeit beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Deshalb wird die bevorstehende Hochzeit meist zum Anlass genommen, um mit alten Freunden Abschied zu feiern. Früher waren es in der Tat in der Regel die Männer, die den Junggesellenabschied für ein ausgelassenes Trinkgelage nutzen. Heutzutage feiern aber auch immer mehr Bräute vor der Hochzeit einen Junggesellinnenabschied – oder wie man in Amerika sagt ein Hen Race (Hennen Rennen).

Bei der Gestaltung des Junggesellenabschieds haben Sie vollkommen freie Hand. Sie selber entscheiden, mit wie viel Gästen und ob Sie lieber auswärts oder in der eigenen Wohnung feiern wollen. Manchmal übernehmen allerdings auch die Freunde das Kommando und überraschen Sie mit einem Junggesellenabschied und kleinen – mitunter gemeinen - Aufgaben, die Sie lösen müssen.
Bräuche zum Junggesellenabschied
Der Junggesellenabschied oder Junggesellinnenabschied wird in vielen Ländern der Welt mit reichlich Alkohol und mit damit verbundenen Bräuchen begangen.

So gibt es beispielsweise beim Junggesellinnenabschied in Brasilien den Brauch des Chá de Panela. – Dabei bringen die Freundinnen der Braut Geschenke mit. Die Braut muss dann raten, was das für Geschenke sind. Wenn Sie richtig liegt, darf sie das Geschenk auspacken. Liegt sie mit ihrer Vermutung falsch, muss sie ein Kleidungsstück ablegen und einen Schnaps trinken. Nach derartigen Veranstaltungen tauchen dann oft Erinnerungsfotos mit einer fast nackten, betrunkenen Braut auf, die lediglich mit einer Schärpe bekleidet ist auf der zu lesen steht: „Gut, dass du morgen heiratest“. Bei den brasilianischen Männern gibt es als Gegenzug dazu den Brauch des Chá de Bar für den Junggesellenabschied. Dabei bringen die Herren dem Bräutigam die Grundausstattung für die Hausbar mit, die natürlich umgehend verköstigt werden muss.
Brautbad
Ein Vorläufer des heutigen Junggesellenabschieds war das Brautbad, das im 14. Jahrhundert begangen wurde. Dazu fand sich die Braut mit einer vorgeschriebenen Anzahl (Höchstzahl) von Freundinnen (etwa vier bis acht) in einem Badehaus ein. Beim Brautbad reinigte sich die Braut nach dem damaligen Brauch und verbrachte einen vergnüglichen Abend mit ihren Freundinnen.

Auch der Bräutigam ging mit seinen Freunden (allerdings wesentlich mehr – oft um die 24) in ein Badehaus, um dort gemeinsam zu baden, zu singen, zu essen – kurzum ausgelassen zu feiern.